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Aktuelles aus der Kindertagespflege

Ab 1.3.2020: Masernschutzgesetz in der Kindertagespflege

Das „Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz)“ wird zum 1. März 2020 in Kraft treten. Es hat auch Auswirkungen auf die Kinder, die in Kindertagespflege betreut werden sowie auf die Tagespflegepersonen.



Handelt es sich um eine erlaubnispflichtige Kindertagespflege, müssen künftig sowohl die Kindertagespflegepersonen, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind, als auch die Kinder, die dort betreut werden, entweder einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern oder eine Immunität gegen Masern aufweisen. Eine Ausnahme besteht nur für Personen, die aus medizinischen Gründen (noch) nicht geimpft werden können.


Nachweispflicht In allen Fällen ist ein entsprechender Nachweis erforderlich, der auf verschiedene Arten (z. B. durch Vorlage des Impfheftes, des Vorsorgeheftes, eines ärztlichen Attests u. ä.) erbracht werden kann.


Kontroll- und Meldepflicht für Tagespflegepersonen

Das Gesetz verpflichtet die Kindertagespflegeperson, den Impfnachweis einzuholen und säumige Eltern dem Gesundheitsamt zu melden. Werden bestehende Pflichten nicht erfüllt, kann dies mit Bußgeld geahndet werden. Fehlt der Nachweis der zu betreuenden Kinder, dürfen diese Kinder nicht dort betreut werden.


Verlust der Pflegeerlaubnis

Wird von der Tagespflegeperson trotz Nachweispflicht kein Nachweis erbracht, dass sie selbst geimpft bzw. immun ist, dürfen die Tagespflegepersonen nicht mehr in der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege tätig sein.


Die oberste Landesgesundheitsbehörde kann bestimmen, dass der Nachweis dem Gesundheitsamt oder einer anderen staatlichen Stelle gegenüber zu erbringen ist. Der für die Erlaubnis zuständige Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Kreisjugendamt bzw. Jugendamt) kann bestimmen, dass der Nachweis vor Beginn der Kindertagespflegetätigkeit ihm gegenüber erfolgen muss.


Übergangsfristen

Kinder, die am 1. März 2020 bereits in einer erlaubnispflichtigen Kindertagespflege betreut werden, und Kindertagespflegepersonen, die am 1. März 2020 bereits eine erlaubnispflichtige Kindertagespflegetätigkeit ausüben und nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind, müssen einen Nachweis allerdings erst bis zum 31. Juli 2021 vorlegen.


Mehr Infos zu den möglicherweise problematischen Aspekten der praktischen Umsetzung finden Sie beim Bundesverband Kindertagespflege unter www.bvktp.de


Bildnachweis: pixabay.com

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Sylvia Strauß | Diplom-Sozialpädagogin (FH)

© Lösungshorizonte - Systemische Lösungen für Bildungsorte | 04/2020

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